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150.000 Euro für gemeinnützige Zwecke

Kunden haben großes Vertrauen in „ihre“ Kreissparkasse

Zwei Geldinstitute haben im vorigen Jahr in Hildburghausen ihre Filialen geschlossen. Davon hat die Kreissparkasse profitiert – „wir konnten neue Kunden begrüßen“, freut sich Vorstandsvorsitzender Norbert Natterer in seiner Rückschau. Mehr noch. Nach seinen Worten ist die Kreissparkasse „nach wie vor ein substanziell gesundes Unternehmen“, wie die Vorlage der Bilanz für das Berichtsjahr 2021 dokumentiert.

Zum Jahresende 2021 betrug die Bilanzsumme 775,9 Millionen Euro. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von knapp 34 Millionen Euro oder 4,5 Prozent. Noch einmal Natterer: „Haupursächlich ist dieses Wachstum auf eine weitere deutliche Zunahme der Kundeneinlagen zurückzuführen“. Natterers Vorstandskollege Egon Weißmann ergänzt: „Das Volumen der Kundengelder bei der Kreissparkasse erhöhte sich um rund 30,5 Millionen Euro auf 678 Millionen Euro. Das entspricht einer starken prozentualen Steigerung von 4,7 Prozent. Wir sehen darin erneut einen deutlichen Vertrauensbeweis unserer Kunden in unser Institut“.

Das Wachstum der Kundeneinlagen fand, wie schon in den Jahren zuvor, zum überwiegenden Teil im Bereich der Sichteinlagen statt. Strukturell setzte sich damit der langjährige Trend hin zu kurzfristig fälligen Einlagen weiter fort.

Reduziert hat sich zum 31. Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahresstichtag die Bilanzposition Forderungen an Kunden, nämlich um 20 Millionen Euro (= 11 Prozent). Dieser deutliche Rückgang sei ausschließlich darauf zurückzuführen, dass die Kreissparkasse ihre Forderungen gegenüber staatlichen Haushalten im Zuge von Fälligkeiten aus Renditeüberlegungen bewusst abgebaut und in andere Anlageklassen überführt hat, lautet die Begründung.

Das originäre Kundenkreditgeschäft lag am Bilanzstichtag in seiner Inanspruchnahme auf dem Niveau des Jahres 2020, informierten die Bänker. Schwerpunkte für Investitionen im privaten Sektor waren vor allem Modernisierungen und die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Im gewerblichen Bereich findet sich ein breites Verwendungsspektrum, von der Existenzgründung über Ersatzinvestitionen bis hin zur Gestaltung von Generationswechseln. Eine Umsatzsteigerung in Höhe von sechs Prozent gab es im Bereich des Kundenwertpapiergeschäftes. Die Wertpapierbestände der Sparkassenkunden sind um knapp 13 Prozent gegenüber 2020 angestiegen. Besonders Interesse bestand und besteht weiterhin an Produkten mit einer Kapitalgarantie oder einem hohen Sicherheitspuffer, aber auch „bequeme“ Anlageformen wie Fonds finden zunehmendes Interesse. „Gerade Fondssparpläne eignen sich besonders für den langfristigen Vermögensaufbau“, raten die Fachleute.

Mit Stolz verweisen die Verantwortlichen der Kreissparkasse Hildburghausen darauf, dass „nahezu jeder zweite Einwohner des Landkreises zu uns eine Geschäftsbeziehung hat“, sagt Direktor Natterer. Als Beleg gilt: Zum Ende des Berichtszeitraumes führte die Kreissparkasse rund 1.800 Geschäfts- und 24.000 Privatgirokonten. Zur Kundenbetreuung stehen über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (darunter acht Auszubildende) in neun Geschäftsstellen zur Verfügung.

Sie alle haben für den Erfolg gearbeitet. So wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 548.000 Euro erzielt. Dieser liegt um rund 119.000 Euro höher als 2020. Nun beabsichtigt der Vorstand, dem Verwaltungsrat der Kreissparkasse Hildburghausen vorzuschlagen, aus dem Überschuss 150.000 Euro dem Landkreis Hildburghausen für gemeinnützige Zwecke in der Region bereitzustellen. Das war letztmals 2019 geschehen.

Unabhängig davon förderte und fördert die Kreissparkasse Hildburghausen das vielfältige Engagement etlicher Vereine, Organisationen und Institutionen im Kreisgebiet. In diesem Kontext wurden 2021 Geld- und Sachspenden in Höhe von 30.000 Euro vergeben, um die Vereins-, Jugend-, Sport- und Kulturarbeit in der Region zu unterstützen.