Die Kommunalwahl im Scheinwerferlicht

Die Kommunalwahl im Scheinwerferlicht

Zwischen bitterem Wehklagen und großem Triumph

Bei den Kommunalwahlen hat die CSU empfindliche Niederlagen einstecken müssen. Bayernweit haben zum 1. Mai annähernd zwei Dutzend Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister mit dem Parteibuch der Union in der Tasche die Chefsessel zu räumen – vom Allgäu bis in den hohen Frankenwald.

Dagegen hat Landrat Sebastian Straubel (CSU), Jahrgang 1983, seinen im Februar 2019 erstmals errungenen Platz – ohne viel Mühe – für weitere sechs Jahre gesichert. In Neustadt bei Coburg schaffte mit Dominik W. Heike zum ersten Male nach fünf Oberbürgermeistern aus den Reihen von SPD und Freien Wählern ein Unionspolitiker den Sprung an die Spitze der Großen Kreisstadt.

Das Triumphgeschrei des CSU-Anhanges war bei dem politischen Erdbeben weit über die Stadtgrenzen hinaus zu hören. Schließlich wurde durch Heike mit dem 66-jährigen Frank Rebhan (SPD) Deutschlands dienstältester Oberbürgermeister nach 31-jähriger Dienstzeit abgewählt.

Auf der einen Seite gab es Glückwünsche zuhauf für den Sieger, auf der anderen viele tröstende Worte für den Unterlegenen.

Unter den Gratulanten war auch der CSU-Parteivorsitzende und Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Am 18. April – 27 Tage nach dem endgültigen Wahlentscheid zugunsten des Unionskandidaten – trudelten Söders Glückwünsche in Neustadt ein, verbunden mit guten Wünschen zu Heikes 45. Geburtstag.

Der Ausgang der Stichwahl am 22. März in Neustadt ließ das zwei Wochen zuvor ermittelte Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Coburg etwas in den Hintergrund treten. Dort setzte sich der seit Mai 2020 amtierende Sozialdemokrat Dominik Sauerteig (39) bereits im ersten Wahlgang mit einem Stimmenanteil von 51,8 Prozent gegen acht (!) Mitbewerber durch. Vorausgesagt hatte diesen „Erfolg auf Anhieb“ schon einige Wochen zuvor Alt-OB und Parteikollege Norbert Kastner, der von 1990 bis 2014 die Geschicke der Veste-Stadt leitete.

Der grandiose Erfolg Sauerteigs machte zugleich die offensichtlich bescheidene Qualität seiner Gegenkandidaten deutlich. Wurde der Jurist Sauerteig während der laufenden Legislaturperiode oftmals wegen seiner Unnahbarkeit gescholten, lobten in den Wochen vor der Wahl seine ihn unterstützenden Kräfte für „besonnenes Handeln und Wirken abseits von Publicity“. Ins Bild passte dann auch die überraschende Ankündigung für eine baldige Wiederverwendung und Neubelebung der Immobilie „Kaufhof“ in der Mohrenstraße, die bei entsprechender Realisierung zu einem Impulsgeber für Teile der Innenstadt werden könnte.

Mit dem OB wurden auch 40 Stadträte gewählt. Coburgs beliebtester Kommunalpolitiker Can Aydin (SPD) erzielte mit 17.447 Stimmen ein  „Bombenergebnis“. Wen wundert’s, dass die SPD nunmehr als stärkste Fraktion (12 Mitglieder) das Amt des Zweiten Bürgermeisters für  „Stimmenkönig Aydin“ einfordert? Und wer soll dann Dritter Bürgermeister werden?

Vor sechs Jahren hatten sich SPD und CSU darauf geeinigt, Hans-Herbert Hartan (CSU) als Zweiten Bürgermeister mit ehrenamtlichen Aufgaben auszustatten. Doch dessen Wahlergebnis im Frühjahr 2026 lässt bei der Postenvergabe kaum noch den Ruf „Hier“ zu. Oder doch? Seine OB-Kandidatur unterstützten nur 8.209 Wählerinnen und Wähler, das waren magere 16,5 Prozent. Hinter ihm erscheint mit 6.995 Stimmen Stadträtin Barbara Kammerscheid (CSU). Sie hat in den letzten Jahrzehnten mehrmals die Fraktionen gewechselt, und zugleich aber an Popularität gewonnen.

Dass die „Grünen“ vorübergehend nach einer Position im Bürgermeister-Trio schielten, kommt nicht überraschend. Schon deshalb nicht, weil es etliche Sozialdemokraten und „Grüne“ miteinander können, wie es etwas salopp formuliert in Coburg etliche Beobachter registriert haben. Dr. Wolfram Haupt (63) gehörte zum Beispiel neben dem jetzt scheidenden Stadtrat Gerhard Amend (FW-CSB) zu den Ehrengästen beim Neujahrsempfang der SPD-Stadtratsfraktion im „Goldenen Kreuz“ Mitte Januar. Das fiel anderen Teilnehmern ebenso auf wie ihnen in Erinnerung geblieben ist, dass den traditionsbewussten Sozialdemokreten „aus Versehen“ Fränkische Bratwürste und nicht Coburger Bratwürste zum Verzehr angeboten wurden. Darüber musste auch Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch schmunzeln, der – nebenbei bemerkt – eine launige Rede hielt.

Nichts zum Schmunzeln gibt es in den Wochen nach der Kommunalwahl für Maximilian Forkel (CSU). Der „kleine Stadtrat“, für den es jetzt zunächst einmal Schluss ist mit seiner Teilnahme am Ratstisch im historischen Rathaus, hatte am Wahltag doppeltes Pech. Zunächst fehlten ihm sechs Stimmen für den Wiedereinzug; Stefan Reingruber war ihm um eine winzige Nasenlänge voraus (3.848 Stimmen). Und wäre im nahen Bamberg Melanie Huml zur Oberbürgermeisterin gewählt worden, hätte sie den Weg für einen Nachrücker im Bayerischen Landtag freigemacht. Das wäre wohl dann Maximilian Forkel nach seinem Stimmenergebnis bei der Landtagswahl 2023 gewesen.

So „turnt“ Maximilian Forkel munter weiter auf vielen Veranstaltungen im Bundesgebiet herum. Zuletzt wurde der „Hans Dampf in allen Gassen“ auf dem Bundespresseball in Berlin gesichtet, von wo aus er Fotos unters Wahlvolk streute. Selfies erhielten den Zusatz: „Auch die Ministerpräsidenten von Thüringen und Sachsen-Anhalt waren dabei.“ Sie nahmen den „Kleinen“ in ihre Mitte.

Auch für Petra Schneider (SPD) ist das Ende ihrer Stadtratsarbeit nach 24 Jahren gekommen. 4.993 Stimmen reichten für sie nicht mehr zu einem Wiedereinzug; dafür wären 200 mehr erforderlich gewesen.

Für viel Unmut im Wahlvolk sorgt noch immer eine Entscheidung von Stadtrat Dr. Andreas Engel (Pro Coburg), der immerhin 4.602 Stimmen auf sich vereinte. Doch Dr. Engel verzichtet auf die weitere Teilnahme an der Stadtratsarbeit, weil das Gesamtergebnis nicht seinen Erwartungen entspricht. So jedenfalls lautet sinngemäß seine Begründung für den Rückzug aus der Kommunalpolitik. Es hätte auch Pro Coburg gut zu Gesicht gestanden, dieses Verhalten öffentlich zu bedauern und sich für das seltsame Verhalten ihres Kandidaten zu entschuldigen. Dass Pro Coburg insgesamt zu den Verlierern der Kommunalwahl zählt, macht eine schonungslose Analyse erforderlich.

Stadtratsarbeit in Familienhand

Mit einer aktuellen Personalentscheidung lenkt die SPD-Stadtratsfraktion Coburg das Interesse auf sich. Sie tritt die neue Amtsperiode 2026-2032 mit einem neuen Vorsitzenden an. Norbert Tessmer, der als jahrzehntelanger Kommunalpolitiker es vom einfachen Stadtratsmitglied über die Stationen Dritter und Zweiter Bürgermeister bis ins Amt des Oberbürgermeisters geschafft hat und in den letzten sechs Jahren als Vorsitzender die SPD-Fraktion führte, will nun, im 73 Lebensjahr stehend, kürzer treten. Tessmer hat deshalb Genosse Stefan Sauerteig, der mit 7.907 Stimmen das drittbeste Ergebnis für die Sozialdemokraten erreichte, zu seinem Nachfolger vorgeschlagen. Das zwölfköpfige Gremium ist unterdessen seiner Empfehlung gefolgt (Siehe auch: Coburger SPD-Fraktion mit Stefan Sauerteig).

War das eine gute Idee? Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Stadtrates, also aller Fraktionen, die Verwaltung zu kontrollieren. Dienstherr der Verwaltung ist der Oberbürgermeister, in Coburg jetzt der ältere Bruder Dominik des neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden.

Stadtratsarbeit in Familienhand. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Die Grünen erobern einstige CSU-Hochburg

Von der Stadt in den Landkreis Coburg. Beginnen wir unsere Betrachtung im Süden, also in Großheirath. Einst war die Gemeinde eine Hochburg der CSU. Die bundes- und landespolitische Prominenz gab sich dort jahrelang in schöner Regelmäßigkeit die Klinke in die Hand. Das war zu einer Zeit, als der heimische Stimmkreisabgeordnete Siegfried Möslein hieß, der es im Bayerischen Landtag bis zum Ersten Vizepräsidenten geschafft hatte. Gewiss, das ist schon einige Zeit her. Aber engagierte Mitarbeiter von einst denken gerade in Wahlzeiten mit Wehmut zurück.

Und wie sieht es nun in der Parteienlandschaft im Itzgrund aus? In Großheirath ging im März ’26 nicht nur das Bürgermeisteramt für die CSU verloren, auch die CSU-Fraktion schrumpfte auf drei Mitglieder. Ebenso viele hat jetzt die Fraktion der Grünen. Der CSU-Ortsverband zählte einmal über 70 Mitglieder, jetzt sollen es noch etwa die Hälfte sein. Die Gründe für den Abstieg sind vielfältig. Kritiker in den eigenen Reihen prangern vor allem die Selbstzufriedenheit der Parteispitze auf Kreisebene an. Fühlen sich die Herren MdL Martin Mittag und Landrat Sebastian Straubel angesprochen? Wie sieht es um ihre Parteiarbeit aus? Sitzen sie so tief in ihren Sesseln, dass ihnen ein Emporkommen kaum noch möglich ist, um nach dem Rechten zu sehen und Initiativen zu ergreifen? Vielleicht springt ihnen die Frauen-Union gelegentlich bei. Die gibt es doch noch – oder?

Untersiemau unterstreicht Bürgernähe

Verweilen wir noch ein bisschen im Itzgrund. Dort hat die Gemeinde Untersiemau in den letzten Jahren deutlich an Profil gewonnen. Schon die Ortseinfahrt – von Coburg oder Bamberg kommend – mit Handel und Gewerbe, Tankstelle und Arztpraxen, vermittelt pulsierende Eindrücke über die Aufwärtsentwicklung der Kommune. Geräuschlos und effektiv arbeitet der Gemeinderat.

Wer im Amtsblatt der Gemeinde blättert, wird über das Ortsgeschehen breitgefächert informiert. Qualitativ übertrifft es viele andere Blätter seiner Art im Landkreis Coburg. Schon in der Ausgabe vom 12. März, also vier Tage nach der Kommunalwahl am Sonntag, 8. März, wurde das Gesamtergebnis der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl auf 13 Seiten (in Worten: dreizehn) dokumentiert. Natürlich wurden dabei auch der Coburger Kreistag und die Landratswahl berücksichtigt.

Im Zeitalter der Digitalisierung rücken immer mehr Städte und Gemeinden von den Printmedien ab. Oftmals wird dabei „vergessen“, dass es vor allem alte Menschen sind, die noch immer lieber eine Zeitung zur Hand nehmen als Nachrichten aus ihrer Umgebung mittels Laptop oder Tablet „in sich reinziehen“ wollen.

Dass der Seniorenarbeit allgemein in Untersiemau ein hoher Stellenwert eingeräumt wird, ist in jeder im Mehrfachdruck erscheinenden Ausgabe des Amtsblattes spürbar erkennbar.

SPD Bad Rodach weiter auf Talfahrt

Ganz anders ging mit der Bekanntmachung des Wahlergebnisses die Stadt Bad Rodach um. Sie selbst hat kein eigenes Amtsblatt, sondern nutzt für ihre amtlichen Informationen ein, zwei und manchmal noch eine weitere Seite im „Rodachtal Kurier“; in der April-Ausgabe waren es zwei A-4-Seiten und eine halbe Spalte auf der dritten Seite. Dass dies der amtliche Teil ist, wird durch eine gelbe Leiste am Seitenrand kenntlich gemacht.

Aber die Wahl vom 8. März war bisher keine „Amtliche Bekanntmachung“ im „Rodachtal Kurier“ wert. Mit einer Ausnahme: In der Rubrik „Neues aus dem Rathaus“ dankte Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) den Wählerinnen und Wählern für ihre Entscheidungen. Für die nächsten sechs Jahre verspricht er „mit Herzblut für unsere wunderschöne Stadt“ weiterhin tätig sein zu wollen.

Kein Wort ist zu lesen über die Neubildung des Stadtrates, auch die Ergebnisse der Landrats- und Kreistagswahl werden in diesem Printmedium verschwiegen. Derweil wäre doch einiges berichtenswert gewesen. Zum Beispiel, dass die SPD nur noch mit fünf Stadträten  an der Weiterentwicklung des Städtchens mitwirkt; es waren schon einmal acht. Oder dass die CSU mit sechs Mandaten jetzt die stärkste Fraktion ist. Und wären alle Stimmenergebnisse der Bürgermeister- und Stadtratswahl veröffentlicht worden, dann hätten die Leserinnen und Leser erfahren, dass Ehrlicher zwar sein Amt dank eines deutlichen Gesamtergebnisses behält, aber in Heldritt seiner Gegenkandidatin mit einem Stimmanteil von 46:54 Prozent unterlegen ist. Nicole Kreußel (ÖDP) zieht stattdessen in den Stadtrat ein.

Der sensible Staatsbeamte in Gemünda

In Coburg wirft ein enttäuschter Stadtrat das ihm erneut angetragene Mandat seinen Wählerinnen und Wählern vor die Füße, in Seßlach tritt wenige Tage nach dem Wahlentscheid ein frustrierter Youngster von seinem Ehrenamt zurück, das er erst 13 Monate zuvor übernommen hat. Ist das ein Beleg an Mangel menschlicher Größe? Oder: Wo bleibt ihr Demokratieverständnis?

Also zu Seßlach: Pascal Kellner (CSU) trat als Neuling auf der kommunalpolitischen Bühne gegen den seit sieben Jahren amtierenden Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) um das Amt des Stadtoberhauptes an. Neeb verwies seinen Herausforderer auf Platz II. Das war die eine Seite. Die andere: Kellner wurde in den Stadtrat gewählt, nicht aber in den Kreistag, für den er ebenfalls kandidiert hatte.

Pascal Kellner, der Staatsbeamte, war enttäuscht. In seinem Groll über seine Mitbürgerinnen und -bürger – vor allem in seinem Heimatort Gemünda – entschied er, mit sofortiger Wirkung vom Amt des Ersten Vorsitzenden der Stiftung „1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda“ zurückzutreten. In Gemünda war Kellner mit rund 45:55 Prozent Stimmenanteil Neeb unterlegen, im Kreistag Coburg ist Kellner mit 12 802 Stimmen einer der nächsten Nachrücker.

Vor allem in Wahlkampfzeiten wird das Ehrenamt in höchsten Tönen gelobt. Kandidaten für Gemeinde- oder Stadtrat, um nur diesen Bereich zu nennen, übertreiben nicht selten wortreich ihre Wertschätzung – wohl mehr aus persönlichen Gründen. Ehrlich ist es, was sie sagen, nicht immer.

Oder, wie in Gemünda, wurde ein Ehrenamt übernommen, um seinen Bekanntheitsgrad zu steigern, seine Aussichten auf mehr Erfolg zu verbessern. War es so?

Die Stiftung „1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda“ hat einen dreiköpfigen Vorstand. Seit seiner Wahl zum Ersten Vorsitzenden im Januar ’25 hatte Kellner mit Carsten Höllein und Maximilian Hager zwei Stellvertreter zur Seite. Nach Kellners Rücktritt hat Carsten Höllein die kommissarische Führung übernommen. In einem begrenzten Zeitrahmen – etwa ein bis zwei Jahre – soll Ausschau nach einem neuen Ersten Vorsitzenden gehalten werden. In dieser Zeit will Höllein mit anderen Verantwortlichen das vorhandene Fundament festigen und zugleich der Stiftung neuen Antrieb geben. Für Ende Mai ist eine weitere Zusammenkunft des Teams geplant.

Die Stiftung „1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda“ wurde 1987 gegründet und ist seit 2014 als rechtskräftige Stiftung anerkannt.

Puppenfestival mit neuem OB ohne Amtseid

Runden wir unseren Rückblick mit einem Ausflug nach Neustadt ab. Dort ist bis zum 30. April OB Frank Rebhan im Amt. Er verlässt es nach mehr als drei Jahrzehnten erfolgreichen Wirkens. Die Wählerinnen und Wähler haben so entschieden.

Sie haben ihm aber ein Stadtratsmandat übertragen wollen, doch das wollte und will Frank Rebhan nicht. Auch in den Kreistag ist der 66-Jährige noch einmal gewählt worden. Zieht er dort noch einmal ein? Frank Rebhan ist hin- und hergerissen. Soll er, soll er nicht… Eine klare Aussage kommt ihm nicht über die Lippen. Noch nicht. Die SPD-Kreistagsfraktion hat ihren langjährigen Strategen beauftragt, mit anderen Parteien und Wählergruppen über die zukünftige Arbeit des Kreistages zu verhandeln. Dieser Aufgabe kommt Rebhan nach. Sie ist vielleicht schon seine Antwort auf offene Fragen.

Zum traditionellen Puppenfestival in Neustadt und Sonneberg hat Frank Rebhan noch einmal eingeladen, obwohl er bei dessen Start schon nicht mehr im Amt des OB ist. Sein Nachfolger Dominik W. Heike wird das grenzüberschreitende Fest am Sonntag, 10. Mai, um 16.00 Uhr auf dem Marktplatz in Neustadt eröffnen. Zu diesem Zeitpunkt wiederum ist der OB in spe noch nicht vereidigt. Dies wird erst am darauffolgenden Montag, dem 11. Mai geschehen. Grund dafür sind gesetzlich vorgeschriebene Ladungsfristen, die es zu beachten gilt.

„Bis zum letzten Tag meine Pflicht tun“. Nach dieser Devise handelt Frank Rebhan. Was für andere eine Demütigung bedeuten würde, ist für ihn menschliche Größe.

Ein interessanter Aktenvermerk verbleibt nach dem Ausscheiden von Frank Rebhan im Rathaus zurück: Neustadts Oberbürgermeister von 1995 bis 2026 hat während dieser Zeit insgesamt 423 ihm zustehende Urlaubstage nicht genutzt.

Aus Verantwortung!