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Meeder trifft Vorbereitung

Teppichpräsentation am Samstag, 23. Juli

Im Rahmen des Friedensdankfestes von Sonntag, 21. August, bis Sonntag, 28. August, bekommt die Gemeinde Meeder ein besonderes Geschenk: Den Ravensburger Friedensteppich. In der „Friedensgemeinde“ soll er gezeigt werden und weiterwachsen. Aber nicht nur in Meeder, sondern für das gesamte Dekanat ist es eine wunderbare Möglichkeit mit dem Thema Frieden zu arbeiten und den Teppich zu vergrößern. In der Beschreibung der Schöpferin und Ideengeberin Ilsa Knoll, erfahren die Interessenten alles über die Entstehung und die Einsatzmöglichkeiten. Am Samstag, 23. Juli, wird der Teppich das erste Mal in Meeder präsentiert.

Der Ravensburger Friedensteppich erinnert an Blumenbeete in ihrer Farbenpracht. Anfangs war da ein kleines Samenkorn – eine Idee. Sie wurde unterstützt und fiel auf fruchtbaren Boden. Dieser Boden waren die Herzen vieler Menschen und Gruppen. Sie holten sich im Mehrgenerationenhaus Stoffstücke ab, gestalteten diese und brachten sie wieder zurück. Zusammengenäht und unterfüttert entstand das Ergebnis. Jede dieser Personen wollte mit den Händen ein oder mehrere Stücke des Friedens gestalten, durch Tun teilhaben und sich mit anderen Friedenstätern verbinden. In dem Teppich sind viele Samenkörner angelegt, ausgestreut und wollen Friedensfrucht bringen.

Der Friedensteppich in seiner Vielfalt will Freude wecken, die Fantasie anregen, will nachdenklich stimmen und erinnern, will gedeutet und gelesen werden. Er ist in seinen Aussagen auch unbequem. Der Friedensteppich möchte Friedensaktionen mit Farbigkeit und Verschiedenheit bereichern. Er kann dazu beitragen Gesprächsideen zu entwickeln.

Frieden entsteht nicht von allein. Meist wurden die Teppiche in Kirchen ausgelegt oder gehängt (viele in Oberschwaben, Bayern, Rheinland und beim Kirchentag in Dortmund) und zu politischen Veranstaltungen. In den Gemeinden blieb er meist ein paar Wochen. Für verschiedenste Veranstaltungen wurde er eingesetzt: Konfirmandenunterricht, Tänze um den Friedensteppich, bei Seniorenkreisen. In der Ravensburger Stadtkirche hingen sechs zusammengenähte Teppiche vom Turm im Altarraum.

In einigen Gemeinden gestalteten Mitglieder einen eigenen Friedensteppich zum Verbleib vor Ort. Das Auslegen und/oder Aufhängen des gesamten Teppichs gleicht einem Event für verschiedenste Anlässe. Die gesamte Länge beträgt nun etwa 85 m. Er besteht aus 35 Einzelteppichen.

Ein Teil der Teppiche setzt sich aus Einzelarbeiten einzelner Personen zusammen, die am Thema Frieden mitwirken wollten. Die Techniken sind unterschiedlich: Malen, Sticken, Applikation, Patchwork.

Ein weiterer Teil wurde von jeweils einer Gruppe gestaltet.: einer UNICEF-Gruppe, einer Realschulklasse, einer Grundschulklasse, einer Vorschulgruppe, einem Chor, einer Familiengruppe, einer Behindertengruppe, zwei Teppiche von einer Frau, die im Entwicklungsdienst und an Kirchentagen tätig war

Einsatzmöglichkeiten für Kinder

  • Teppich für die Kinder der Welt „Welche Welt hinterlasst ihr uns?“
  • Teppich (mit Zarah) mit den Kinderrechten Teppich mit dem Lied von Peter Maiwald: „was ein Kind braucht“
  • Teppich mit verschiedenen Texten für Kinder und Frieden, u.a. mit dem Lied „sind so kleine Hände“
  • Teppich mit 18 kindgerechten Zeichnungen und je einem Friedenswunsch

Einsatzmöglichkeiten für Jugendliche

  • Teppich pro „fridays for future“
  • Teppich zum Thema „Wasser“
  • Teppich mit Applikation zum Thema „Flucht“
  • Teppich über das bekannte Friedenssymbol
  • Teppich mit Worten von Martin Luther King
  • Teppich mit Texten des Hl. Franziskus
  • Teppich mit Applikation „Feuerzungen“ und einem Friedens-Visionstext von Huub Oosterhuis
  • Teppich mit Friedensworten

Einsatzmöglichkeiten für ältere Jugendliche und Erwachsene

  • Teppiche zum Thema „Gewalt an Frauen“
  • Teppich zum Thema „Altersarmut“
  • Teppich zum Gedächtnis an die unschuldigen Kinderopfer von Auschwitz
  • Weihnachtsteppich: FRIEDEN PEACE SHALOM auf ERDEN
  • Teppich „Zärtlichkeit für die Wunder der Erde“

Einige methodische Vorschläge

  • Fest- und Eventgestaltung mit allen Teppichen als große Fläche
  • Betreten in Socken, „setze deine Füße auf den Boden des Friedens“
  • Meditationsphasen im Sitzen oder Gehen
  • Singen von Friedensliedern
  • einen Thementeppich herausnehmen für ein Gruppengespräch
  • Brainstorming für die Selbstgestaltung eines Teppichs
  • Teppichauswahl für eine Standgestaltung (Frauenmesse)
  • Karten herstellen, Lesezeichen, Einsatz im Gottesdienst, in Altenheimen
  • Austausch über die Wirkung verschiedener Teppiche, auch mit Emotionen
  • Formulierung von Friedensgebeten
  • Einsatz bei Friedenswochen, Friedensgottesdienst, für Friedensgebete

Info: seemann-meeder@t-online.de