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Modernstes Löschfahrzeug im Landkreis Coburg

Florian 44/1 zum Schutz Neundorfs im Gemeindebereich Weitramsdorf

Symbolische Schlüsselübergabe: Vorsitzender Thomas Helmprobst und Kommandant Gunther Beetz erhalten von den Bürgermeistern Henning Kupfer und Dominic Juck (von links) die Schlüssel für neues TSF.   Foto: A. Corn

(hm-.) Das erste Löschgruppenfahrzeug 44/1 mit modernster Ausstattung im Landkreis Coburg wurde jetzt der Feuerwehr Neundorf anvertraut. Es bietet einer sechsköpfigen Besatzung Platz und verfügt über einen Motor mit 210 PS. Seine offizielle Übergabe durch die Gemeinde Weitramsdorf gestaltete sich zu einem Dorffest mit viel Prominenz. Schon vor seiner Indienststellung war das Fahrzeug nach einem folgenschweren Starkregen in Altenhof zu seinem ersten Einsatz gekommen.

Mit 42.000 Euro förderte der Freistaat Bayern den Kauf von Florian 44/1, wesentlich mehr investierte die Gemeinde Weitramsdorf. Wen wundert’s, dass deshalb das Interesse an dem Objekt sehr groß war. Die 142 Jahre alte Feuerwehr (Gründungstag 10. Oktober 1880) lud zur Entgegennahme benachbarte Wehren (Seßlach rückte mit seiner Drehleiter an, die vielen mutigen Gästen einen Blick aus der Vogelperspektive ermöglichte) ebenso ein wie Mandatsträger der Gemeinde, des Landkreises und des Bayerischen Landtages.

Für Kreisbrandrat Stefan Püls (Bad Rodach) waren Weihe und Übergabe des Löschfahrzeuges ein „bedeutendes Ereignis“. Der Vorsitzende und der Kommandant der Neundorfer Wehr erinnerten daran, dass das Bemühen um eine weitere Verbesserung des Feuerschutzes durch ein modernes Löschfahrzeug bis ins Jahr 2018 zurückreichen. Endlich konnte es am 02.02.2022 in Görlitz in Empfang und nach Neundorf gebracht werden. Seither wurden mit ihm bereits 20 Übungen absolviert, hinzu kam der Einsatz in einem Ernstfall in Altenhof.

Sebastian Heim, von Kindesbeinen an mit der Feuerwehr seines Heimatdorfes verbunden, nahm die kirchliche Weihe vor. Der Kaplan, seit etwa einem Jahr als katholischer Priester in Kulmbach tätig, stellte seine kurze Ansprache unter das Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Wer andere schützt, so Heim, ehre Gott.

Landrat Sebastian Straubel sprach von einer „notwendigen Investition“ und steigenden Aufgaben für die Feuerwehren. Seine Rede war, wie in solchen Fällen üblich, von Dankesworten geprägt. Das hohe Engagement der Neundorfer Wehr würdigte in knappen Sätzen Zweiter Bürgermeister Henning Kupfer. Die musikalische Umrahmung des Festnachmittages hatte die Blaskapelle Neundorf übernommen.

Fahrzeugweihe aus luftiger Höhe    Fotos: A. Corn