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VR-Bank Coburg: Solide Entwicklung in unruhigen Zeiten

Über eine Million Dividende für fast 25.000 Mitglieder

Wenige Tage vor seinem Ausscheiden aus der VR-Bank Coburg legte Vorstandsvorsitzender Karlheinz Kipke mit seinem Nachfolger an der Spitze des Geldinstituts, Norbert Schug, und des neuen Vorstandsmitgliedes Matthias Herpich (bisher Generalbevollmächtigter), die Bilanz für das Geschäftsjahr 2021 vor. Der Wachstumstrend konnte im Berichtszeitraum fortgesetzt werden, Kipke und seine Vorstandskollegen freuen sich über eine „solide Entwicklung in unruhigen Zeiten“.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 1,57 Milliarden Euro. Das Kundenvolumen stieg um 5,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Die 24.272 Mitglieder der VR-Bank Coburg erhalten erneut „eine lukrative Dividende von 3 Prozent, in einer Gesamthöhe von 1,02 Millionen Euro“, freute sich Matthias Herpich verkünden zu können.

Aus dem Trio wird ein Duo: Karlheinz Kipke (Mitte) wechselt nach 35 Jahren in der VR-Bank Coburg in den Ruhestand. Neuer Vorstandsvorsitzender ist sein bisheriger Stellvertreter Norbert Schug (links). Rechts Matthias Herpich, bisher Generalbevollmächtigter.

Norbert Schug verwies darauf, dass die Geschäftsguthaben der Mitglieder sich auf 34,8 Millionen Euro erhöht haben. Dies wertete der Bänker als einen „deutlichen Vertrauensbeweis unserer Eigentümer“. Durch die zusätzliche Zuführung aus dem Ergebnis stiegen die Eigenmittel auf 152 Millionen Euro. Dies sei, so Schug, eine „sehr gute Basis, um die erwartete Entwicklung in den kommenden Jahren und die steigenden Anforderungen der Aufsicht darzustellen.“

Die Ertragslage der VR-Bank Coburg lag im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der Erwartungen der Verantwortlichen. So steigerte sich der Jahresüberschuss auf 1,9 Millionen Euro (Vorjahr 1,8 Millionen Euro).

Dabei verringerte sich der Zinsüberschuss aufgrund der im Jahr 2021 anhaltenden Negativzinspolitik der EZB auf 15,4 Millionen Euro. Durch die kundenorientierte Beratungstätigkeit erhöhte sich der Provisionsüberschuss leicht auf 10,3 Millionen Euro. Andererseits gelang es der VR-Bank durch ein stringentes Kostenmanagement die Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 19,8 Millionen Euro nahezu konstant zu halten.

Nach Steuern und Bewertung erzielte die VR-Bank einen Jahresüberschuss von 1,9 Millionen Euro. Davon werden 0,9 Millionen Euro den Rücklagen zugeführt.

Die Verantwortlichen der VR-Bank Coburg wagen mit Blick auf die aktuellen weltwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen nur einen verhaltenden Ausblick für 2022. Dabei sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die die regionale Wirtschaft und die Weltwirtschaft ebenso nahezu nicht einzuschätzen wie die weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie. Verstärkt wird die aktuelle Situation durch die Inflationsängste, einem dramatischen Zinsanstieg, steigende Energiepreise und Lebenshaltungskosten, Kosten des Klimawandels und die Rückkehr der europäischen Staatsschuldenkrise. Neben diesen Themen werden die Verantwortlichen das veränderte Nachfrageverhalten der Kunden und den Trend der Digitalisierung nicht aus den Augen verlieren.

Mit Blick auf die ordentlichen Ergebnisse für die kommenden Jahre und insbesondere für das Jahr 2022 ist weiterhin von einer positiven Entwicklung auszugehen. „Allerdings können unvorhergesehene Belastungen aufgrund der dargestellten Situation nicht gänzlich ausgeschlossen werden“, sagt Karlheinz Kipke.

„Aufgrund der steigenden Unsicherheiten, auch bei unseren Kunden, haben wir die Möglichkeiten zu intensiven persönlichen Beratungsgesprächen durch flexible Beratungszeiten nochmals deutlich verbessert,“ unterstreicht Schug die Flexibilität der Beraterinnen und Berater der VR-Bank, „denn wir sind persönlich vor Ort, per Video, telefonisch und digital über unsere neue BankingApp für unsere Mitglieder und Kunden erreichbar.“

Die genossenschaftliche Beratung als Basis einer aktiven Kundenbetreuung wird, so die Geschäftsleitung der VR-Bank Coburg tagtäglich durch 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Wirtschaftsraum Coburg-Sonneberg gelegt.

Bernd Reisenweber folgt Klaus Schippel

Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Rechtsanwalt Klaus Schippel (Sonneberg) schied nach 33 Jahren aus dem Gremium aus. Seine besonderen Verdienste für das Genossenschaftswesen im Wirtschaftsraum Coburg Sonneberg wurden mit der Goldenen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes Bayern gewürdigt. Zu seinem Nachfolger wählte der Aufsichtsrat Bürgermeister Bernd Reisenweber (Ebersdorf bei Coburg).

VR-Bank Coburg in Zahlen

Jeweils in Millionen Euro 2022

Zinsergebnis 15,4
Provisionsergebnis 10,3
Verwaltungsaufwendungen 19,8
Steuern 2,1
Jahresüberschuss 1,9
Bilanzsumme 1.566