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Weitere Schützenfeste in Meeder ungewiß

Immer mehr Sorgenfalten auf der Stirn

Zur Hauptversammlung des Schützenvereins Meeder konnten wieder alle Mitglieder ohne weitere Corona-Schutzmaßnahmen ins Schützenhaus eingeladen werden. Sie wurden von Oberschützenmeister Matthias Blümig begrüßt. Dann verlas er, in Vertretung des Schriftführers, das Protokoll des letzten Jahres. In seinen weiteren Ausführungen berichtete Matthias Blümig, dass der Verein aktuell 101 Mitglieder hat und im letzten Jahr vier Vorstandssitzungen durchgeführt wurden. Im Jahr 2021 regierte Schützenkönig Klemens Müller mit seinem 1. Ritter Patrick Lorenz und 2. Ritter Ramon Palomar den Schützenverein. Dieses „Königshaus“ wurde unterdessen durch Hedda Lorenz als Schützenkönigin und 1. Ritter Lauritz Keßler sowie 2. Ritter Thomas Höhn abgelöst. Einen Jugendkönig gab
auch diesmal nicht. „Neue und jüngere Mitglieder zu finden ist die besondere Herausforderung der nächsten Jahre für unseren Verein“, betonte Matthias Blümig.

1. Schützenmeister Karl-Heinz Blümig ging in seinem Bericht vor allem auf den Schießsport des Vereins ein. Auch im Jahr 2021, sowie im ersten Halbjahr 2022 waren die Schießsportaktivitäten von den Corona – Infektionsschutzmassnahmen
stark beeinflusst. Teilweise musste das Schützenhaus wieder geschlossen werden und Rundenwettkämpfe wurden eingestellt. Im Laufe der Monate wurde dann das 21. Ordonanzgewehrschießen, das Bockschießen und ein Dienstgewehrschießen
durchgeführt; die Rundenwettkämpfe wurden als Fernwettkämpfe ausgetragen und auch die Gaumeisterschaften brachten wieder einige Erfolge für die Meederer Sportschützen ein. Leider wurden die Bezirksmeisterschaften abgesagt.

Auch Schießen befreundeter Schützenvereine, wie das Lichtenfelser Ordonanzschießen, wurden besucht. Obwohl sich beim Königsschießen auf die Vereinsscheiben wieder vier Vereine (Blaskapelle, Reit- und Fahrverein, TSV, Landjugend) und die Gemeindeverwaltung aus Meeder beteiligt hatten und ihre Könige ermittelten, war die Resonanz am Schützenfest sehr mäßig. „Wir werden uns sehr genau damit auseinander setzen müssen, in welcher Form wir die nächsten Schützenfeste noch durchführen können, um die Kosten und die immense Vorbereitung so eines Festes zeitgemäß zu gestalten“, gaben Karl-Heinz Blümig und andere Mitglieder des Vereins zu bedenken. So sind es denn vor allem die Einnahmen aus den Startgeldern und der Erlös aus der Bewirtung der Gäste bei den Schießsportveranstaltungen, die einen wichtigen Teil des Haushaltes für den Betrieb und Erhalt des Schützenhauses darstellen.

Im Schießjahr 2023 wird es wieder eine Luftgewehr-Mannschaft, zwei Luftpistolen-Mannschaften und zwei Sportpistolen-Mannschaften für die Rundenwettkäpfe geben. Als Baumaßnahmen für das kommende Jahr am Schützenhaus sind das Streichen der Außenfassade und die Renovierung des 50-m-Standes vorgesehen. Hierzu bat Karl-Heinz Blümig um Unterstützung bei den Arbeitseinsätzen.

Um in Zukunft den Verein nach außen hin mehr darstellen zu können, wird eine Homepage erstellt. Böllerkommandant Patrick Lorenz konnte in seinen Ausführungen leider nur von der Absage sämtlicher Böller-Veranstaltungen im vorigen Jahr berichten. Den Kassenbericht trug Schatzmeister Thomas Höhn vor. Die Kassenprüfer Thomas Eder und Rüdiger Geisler bescheinigten eine korrekte Kassenführung. Einstimmig wurde beschlossen, die Mitgliedsbeiträge nicht zu erhöhen.

In Vertretung des Ersten Bürgermeisters Bernd Höfer, wünschte dessen Stellvertreter Matthias Korn dem Schützenverein Meeder in Zukunft eine neue Jugendmannschaft und weiterhin viel Erfolg und Durchhaltevermögen, um diese schwierigen Jahre gut zu meistern. Auch in vielen anderen Vereinen gibt es dieselben Probleme, wie Mitgliederschwund und mangelndes Interesse an Vorstands- und Vereinsarbeit. „Dies zu bewältigen verlangt einen langen Atem“, bekräftigte Matthias Korn.

Regine Blümig