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Grüne nominieren ihre Kandidaten

Susanne Esslinger für den Landtag und Kevin Klüglein für den Bezirkstag

Die Bezirks- und Landtagskandidaten der Grünen im Stimmkreis Coburg (von links): Karin Ritz, Susanne Esslinger und Christian Koch. Kevin Klüglein fehlte in der Versammlung krankheitsbedingt. Foto: B. Leuthäusser

Der Kreisverband Coburg Stadt und Land  Bündnis 90 / Die Grünen hat als Direktkandidatin für den Landtag im Stimmkreis 404 (Coburg) einstimmig Susanne Esslinger gewählt. Die seit 2021 in Moggenbrunn (Meeder) lebende gebürtige Esslingerin arbeitet als Professorin für Gesundheitsförderung und Prävention an der Hochschule Coburg und ist als Nachhaltigkeitsbeauftragte dort tätig. Außerdem ist sie gemeinsam mit anderen seit diesem Jahr Veranstalterin der Coburger Nachhaltigkeitstage. Zusammen mit ihrem Partner kümmert sich Esslinger im Nebenerwerb um den Bauernhof der Familie. Durch ihren ländlichen Wohnort Moggenbrunn kennt sie aus Gesprächen mit ihren Nachbarinnen und Nachbarn die Nöte und Sorgen der lokalen Landwirte. Selbst setzt sie auf eigenen Feldern und im eigenen Waldstück ökologische Prinzipien um.

Beruflich hat die Wahl-Coburgerin zur Verbesserung von Lebensqualität vor allem im Alter gearbeitet. „Ich möchte gern gemeinsam mit euch Coburg nachhaltig machen – gemeinsam können wir es schaffen“ – betonte sie die Chancen, gemeinsam mit Jung und Alt tätig zu werden. „Grüne Politik ist junge Politik – auch von und mit Junggebliebenen“ – Esslinger fordert neue Studiengänge für Coburg, wie zum Beispiel einen Studiengang zur „Planetaren Gesundheit“, um die Jungen zu stärken. Sie möchte aber ebenfalls die Senior/innen schützen und deren Alltag so lebenswert wie möglich machen. Regiomed sieht sie in lokaler Hand, um die Gesundheitsversorgung vor Ort zu gewährleisten. „Wir brauchen eine Mobilitätsinfrastruktur zwischen Stadt und Land, aber auch innerhalb der Stadt, die funktioniert und die auch kreative alternative Lösungen vorsieht“, so Susanne Esslinger.

Als Listenkandidat für den Landtag wurde Christian Koch gewählt. Der Weidacher arbeitet seit vielen Jahren als Lehrer an der Realschule 1 in Coburg und ist ehrenamtlich in der evangelischen Kirchengemeinde, dem Gemeinderat Weidach und auch dem Karnevalsverein tätig. „Grüne auf dem Land sind in den Vereinen und den Kirchen verwurzelt“, sagte er. „Sie vertreten konservative, von alters her geliebte Werte – ob es die Schönheit der Heimat, gesundes Wasser und gesunde Luft oder gleiche Entwicklungschancen von Kindern mit unterschiedlichen familiären Hintergründen sind“, fügt Koch hinzu.

Der überzeugte Grüne sieht seine Kandidatur zum einen als Möglichkeit, mehr Themen aus Franken in den Landtag zu bringen. Franken brauche beim Thema Mobilität andere Lösungen als etwa München. Die Zukunft der Mobilität sieht Koch beim Wasserstoff. Außerdem will er Fortschritte bei der Bildungsgerechtigkeit erreichen, um vor allem Kinder mit Migrationshintergrund, die auf Hilfe angewiesen sind, besser zu integrieren und zu fördern.

Des Weiteren wurde Kevin Klüglein als Direktkandidat für den Bezirkstag gewählt. Durch sein sechsjähriges politisches Engagement bei den Grünen in Coburg als Vorstandssprecher und Stadtrat konnte Klüglein wichtige Erfahrungen in der Kommunalpolitik sammeln, die er mit in den Bezirkstag einbringen möchte.

Kevin Klüglein betont besonders seine Ambitionen, junge, Grüne Politik in den Bezirk zu bringen, da diese in der Politik unterrepräsentiert sei. Außerdem ist Sozialpolitik insbesondere in Bezug auf bessere soziale Teilhabe an Bildungs- und Unterhaltungsangeboten und eine fairere Verteilung der Gelder eines seiner Herzensanliegen. Aber auch die Klimakrise gilt es im Bezirk politisch zu begleiten und engagierten Umweltschutz zu betreiben.

Für die Listenkandidatur wurde Karin Ritz als Bewerberin gewählt, die in Bad Rodach im Stadtrat und im Kreistag für die Grünen tätig ist. Aus eigener Erfahrung möchte sie sich für mehr Unterstützung für zu Hause Pflegende einsetzen. Sie ist außerdem ehrenamtlich im BUND Naturschutz und weiteren Naturschutzverbänden aktiv und hat Erfahrungen in der politischen Arbeit zum Beispiel in der Bürgerinitiative „Pro Natur – Lange Berge“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die geplante Tank- und Rastanlage bei Drossenhausen zu verhindern. „Der Bau einer Tank- und Rastanlage an diesem Ort ist sinnloser Flächenfraß, Zerstörung eines wichtigen Naturraumes und Verschwendung von Steuergeldern“, so die Grüne, die Naturschutz und Nachhaltigkeit als eines der wichtigsten Ziele ihrer politischen Arbeit sieht.