Schützen- und Volksfest vom 31. Juli bis 9. August

Was ist das bestgehütete Geheimnis der Schützengesellschaft Coburg? Der Bierpreis beim „Vogelschießen“, das von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 9. August auf dem Anger stattfindet? Nein, für eine Maß Festbier sind wie in den beiden Vorjahren 10.40 Euro zu entrichten.
In der Vergangenheit sind im Durchschnitt an den zehn Volksfesttagen rund 1oo.ooo Menschen auf den Rummelplatz im Süden Coburgs gepilgert. Und wie viele Maß Festbier haben sie getrunken? Darüber schweigen Oberschützenmeister Stefan Stahl und Platzmeister Stefan Schober – eisern. Es bleibt das große Geheimnis.
Viel gesprächiger geben sich die beiden Repräsentanten der Coburger Schützen, wenn sie nach Vorhaben auf dem diesjährigen „Vogelschießen“ gefragt werden. Auch wenn die Freunde des Schießsports nicht zuletzt zum Wettstreit um den besten Treffer in Coburg antreten, so spielt in ihren Köpfen der Unterhaltungswert des traditionellen Volksfestes eine herausragende Rolle.
Dieses hat unter den Schaustellern einen hervorragenden Ruf. Rund 300 kleinere oder größere Unternehmen schielen jährlich auf die Vestestadt, um dort mit ihren Fahrgeschäften oder Verkaufsständen das Schützen- und Volksfest zu beleben. Etwa ein Fünftel von ihnen findet Berücksichtigung. Oftmals verbinden Schausteller ihr „Tschüss“ nach den zehn Festtagen mit ihrer Bewerbung fürs nächste Jahr.
Bei einem Volksfest spielt das kulinarische Angebot eine große Rolle. So gehört eine Haxenbraterei ebenso dazu wie ein Grill mit edlen Fischen. Diesmal kommen diese aus einer Zuchtanlage am Stadtrand Coburgs.
Das Festwirte-Trio Philipp Bräutigam sowie Kai und Daniela Hofmann bleibt unverändert am Werk. Relativ geringfügige Veränderungen gibt es am Standort des großen Festzeltes. Es bleibt zwar in der hinteren Ecke links am Anger, wird dort aber um etwa 90 Grad gedreht, so dass es nunmehr parallel zur Ketschendorfer Straße zum Besuch einlädt. Vor dem Zelt behält der Biergarten seinen Platz; er soll in Zukunft optisch ansprechender gestaltet werden (weniger Tiefe – mehr Breite).
In seiner unmittelbaren Nachbarschaft erscheint diesmal ein „ruhiges“ Fahrgeschäft, was von den Festbesuchern wohl begrüßt werden wird.
Weil auch eine Traditionsveranstaltung von immer wieder neuen, zugleich belebenden Impulsen profitiert, bemühten sich die Verantwortlichen um weiteren Neuerungen. Zu ihnen zählt jetzt eine „Carlos Bar“. Stammgäste der Schützenfeste in der Region wissen zu berichten, dass diese zum Beispiel beim „Freischießen“ in Kronach echten Kultcharakter habe, „Hugo“ oder „Aperol“ ist am späten Abend noch immer gefragt, wenn es denn kein Bier mehr sein soll.
Gibt es alkoholische Getränke, die beim „Vogelschießen“ nicht angeboten werden? „Ja“, sagen Stahl und Schober unisono, „Shots und Kurze“. Aus nachvollziehbaren Gründen.
Natürlich wird sich auch wieder das Riesenrad drehen, nach langer Zeit „lockt“ wieder einmal eine Geisterbahn und wer in Nostalgie schwelgen will, dem sei für ein paar Minuten eine hölzerne Schiffsschaukel empfohlen. Sie kommt ohne Motor aus und erfordert stattdessen menschliche Muskelkraft, um in Gang gesetzt werden zu können.
Ein besonderes Augenmerk, so das dreiköpfige Wirteteam, liegt auf den beiden Festsonntagen (2. und 9. August). Dem jeweiligen Frühschoppen folgt ein Mittagessen mit klassischen Spezialitäten. Tischreservierungen werden empfohlen unter www.purekitchen.net
Das aktuelle Programm des Coburger Schützenfestes finden Interessenten unter vogelschießen-coburg.de
Übrigens: Beim Oktoberfest im Vorjahr in München wurden 6,6 Millionen Maß Bier getrunken. Beim Cannstadter Volksfest in Stuttgart waren es 2025 rund zwei Millionen Liter Bier, die zum Ausschank kamen. In diesem Jahr müssen in München (Samstag, 19. September bis Sonntag, 4. Oktober) 14.80 bis 15.90 Euro für eine Maß Bier auf den Tisch geblättert werden. In Stuttgart (Freitag, 25. September bis Sonntag, 11. Oktober) sind die Preise ähnlich: 14.40 bis 15.20 Euro pro Maß.
Schauen wir uns zum Schluss noch in der Umgebung um: Beim Schützenfest in Lichtenfels (Freitag, 1o. Juli bis Sonntag, 19. Juli) fallen für einen Liter Bier 11.20 Euro an. In Kronach beim „Freischießen“ (Donnerstag, 13. bis Sonntag, 23. August) sind es ebenfalls 11.20 Euro.
Na dann Prost!
hm-.