200 Jahre lebendige Theatertradition

Die Spielzeit 2026/27 steht am Landestheater Coburg ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Vor 200 Jahren, am 1. Juni 1827, wurde das Haus als ständiges „herzoglich sächsisches Hoftheater“ gegründet. Seitdem hat sich das Theater zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Coburg und der Region entwickelt – als Ort für Kunst, Austausch und gemeinschaftliche Erlebnisse.
Das 200-jährige Bestehen bietet Anlass, auf eine bewegte Geschichte zurückzublicken und zugleich den Blick nach vorn zu richten. Die Jubiläumsspielzeit, unter der Leitung des neuen Interims-Intendanten Dr. Ulrich Peters, verbindet historische Bezüge mit aktuellen Perspektiven und lädt das Publikum dazu ein, die Geschichte des Theaters neu zu entdecken. Besondere Inszenierungen, außergewöhnliche Spielorte und eine Festwoche im Juni 2027 machen das Jubiläumsjahr zu einem gemeinsamen Erlebnis für Theater und Stadt.
Die Spielzeit 2026/27 blickt auf die Epoche der Entstehung des Landestheaters Coburg. Die Romantik, die das kulturelle Leben zur Gründungszeit des Coburger Theaters prägte, zieht sich als künstlerischer Leitgedanke durch zahlreiche Produktionen der Jubiläumsspielzeit.

Auch das Ballett greift die Verbindung zum Gründungsjahr auf. Mit „1827 – Eine Winterreise“ interpretiert Ballettdirektor Hans Henning Paar Franz Schuberts berühmten Liederzyklus neu, der ebenso wie das Coburger Theater im Jahr 1827 entstand. Ergänzt wird das Programm durch „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ nach Peter Handke, das Familienballett „Der kleine Prinz“ sowie das Format „Dancelab“, das den Tänzer/innen des Ballett Coburg Raum für eigene choreografische Arbeiten bietet.
Theatergeschichte an historischen Orten erleben
Das Schauspiel spannt ebenfalls einen Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Auf dem Spielplan stehen moderne Klassiker wie „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth und Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ ebenso wie zeitgenössische Stoffe, darunter Samantha Ellis‘ romantische Komödie „How to Date a Feminist“ und Svenja Viola Bungartens Karrieregroteske „Der Liebling“.
Besonders eng verbinden sich Theater und Geschichte in den Produktionen „Elisabeth“ und „Royals“, die an historischen Orten in Coburg aufgeführt werden. Während Mareike Fallwickls Monolog über Kaiserin Elisabeth von Österreich in der Hofkirche der Ehrenburg zu erleben ist, führt Felix Krakaus Adelskomödie als theatraler Spaziergang durch die Innenhöfe der Veste Coburg. Gemeinsam mit Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“, dem Weihnachtsstück „Das doppelte Lottchen“ und weiteren Produktionen entsteht ein Spielplan, der unterschiedliche Perspektiven auf Gesellschaft, Geschichte und Gegenwart eröffnet.
18 Premieren, drei Wiederaufnahmen und viele Konzerte in einer besonderen Spielzeit
Die Jubiläumsspielzeit umfasst insgesamt 18 Premieren sowie drei Wiederaufnahmen. Den Auftakt bildet am Samstag, 19. September, die Uraufführung des Musiktheaters „Caligari“ nach dem legendären Stummfilm Das Cabinet des Dr. Caligari. Dabei handelt es sich um eine Auftragsarbeit des Landestheaters Coburg, die Musik stammt vom Frankfurter Komponisten Ulrich Kreppein.
Neben Musiktheater, Schauspiel und Ballett dürfen sich Besucher/innen auch auf ein vielfältiges Konzertprogramm freuen. Mitreißende Sinfonie- und Kammerkonzerte sowie ein umfangreiches Programm für junges Publikum im GLOBE Coburg und in der Reithalle ergänzen das Angebot.
Festwoche und Jubiläumsangebote
Höhepunkt der Spielzeit wird die große Jubiläums-Festwoche im Juni nächsten Jahres sein. Weitere Informationen zum vollständigen Programm sowie zu den Feierlichkeiten werden in den kommenden Monaten veröffentlicht.
Vorverkauf startet im August
Der Vorverkauf für die Jubiläumsspielzeit 2026/27 beginnt online im August 2026. An der Theaterkasse im GLOBE Coburg startet der Vorverkauf im darauffolgenden Monat. Das vollständige Programm der Jubiläumsspielzeit sowie aktuelle Informationen zu den Jubiläumsveranstaltungen werden fortlaufend auf der Website des Landestheaters Coburg unter https://landestheater-coburg.de veröffentlicht.