Sommertanzfest der Bad Rodacher City Dancers in Hildburghausen

Fantasievolle Zauberwelt voller Eleganz

Die Teenies eroberten als Piratenbräute die Bühne.

Die festliche Kulisse des Stadttheaters in Hildburghausen bildete den anspruchsvollen Rahmen für ein tänzerisches Ereignis: Die Tanzschule Bad Rodacher City Dancers lud zu ihrem Sommertanzfest ein. Die Zuschauer erlebten ein eindrucksvolles Programm voller Eleganz, Rhythmus und Emotionen, das die Vielseitigkeit der Tanzschule unter Beweis stellte.

Als erstes großes Highlight des Nachmittags öffnete sich der Vorhang für einen prächtigen Eröffnungswalzer. Zu den Klängen des emotionalen Songs „A Thousand Years“ schwebten stolze 30 Tänzerinnen gleichzeitig über die Bühne. Mit einer präzisen Choreographie, fließenden Bewegungen und sichtbar großer Freude zogen sie das Publikum sofort in ihren Bann und ernteten starken Applaus für diesen glanzvollen Start.

„Das Stadttheater in Hildburghausen bietet für unsere Tänzerinnen eine fantastische Bühne“, freute sich Leiterin Andrea Mitzel-Schneyer in ihrem Willkommensgruß.

Ein weiterer Höhepunkt entführte das Publikum kurz darauf in eine Fantasiewelt: die jüngsten Nachwuchstalente gestalteten gemeinsam ein zauberhaftes Sommermärchen. Die Tanzsterne schwebten als anmutige Waldelfen durch das Scheinwerferlicht, um die geheimnisvolle Sommerfee zu finden. Verkörpert wurde die Fee von Martha Sagi, die auf Spitze zum berühmten Blumenwalzer von Tschaikowski die Besucher besonders verzauberte. Begleitet wurde sie von den jüngsten Tänzerinnen, den „Tanzmäusen“, die als farbenfrohe Blumen über die Bühne wirbelten und für diese gelungene Inszenierung viel Applaus ernteten.

Direkt im Anschluss präsentierte die 14-jährige Solistin Laura Dittmar eine hochemotionale und technisch anspruchsvolle Choreografie im Bereich Contemporary (moderner Ausdruckstanz). Mit eben dieser ausdrucksstarken Darbietung hatte die junge Tänzerin bereits bei vergangenen Turnieren verdient erste Plätze ertanzt.

Temperamentvoll verabschiedeten sich die City Dancers dann in die wohlverdiente Pause. Eine rassige und feurige Samba setzte den fulminanten Schlusspunkt unter den ersten Teil des Programms. In farbenfrohen, exotischen Kostümen und zu mitreißender Musik brachten die Tänzerinnen das pure lateinamerikanische Lebensgefühl auf die Theaterbühne. Die dynamische Choreografie steckte den gut besetzten Saal sofort an.

Mit ebenso viel Schwung und Energie startete das Programm in die zweite Hälfte. Der Vorhang hob sich zu den weltbekannten, düster-ikonischen Klängen von Michael Jacksons „Thriller“. Eine Garde aus 14 jungen Tänzerinnen präsentierte in schwarz-silbernen Kostümen einen modernen, rasanten Gardetanz, der gespickt war mit schwierigen Schrittkombinationen und kraftvollen Sprüngen. Die gelungene Symbiose aus traditionellem Gardesport, moderner Popmusik und exzellenter Synchronität sorgte bei den Zuschauern für Jubel.

Eine schwungvolle Garde zeigten 14 Mädchen der City Dancers.

Als nächstes eroberten die Jüngsten die Herzen des Publikums im Sturm. Acht Mädchen der „Tanzmäuse“ im Alter von drei bis sechs Jahren wirbelten in farbenfrohen, bunten Kostümen ins Rampenlicht. Zu den fröhlichen Klängen des Lollipop-Songs zeigten die kleinen Nachwuchstalente ihre Choreografie. Mit ihrer unbeschwerten Ausstrahlung und einer riesigen Portion Niedlichkeit verzückten sie die zahlreichen Gäste.

Danach folgte der Auftritt der Kindergruppe. Die acht Mädchen hatten erst vor einem Jahr die Aufnahmeprüfung zu den City Dancers bestanden und präsentierten nun stolz ihren neuesten Tanz. In schönen, modernen Kleidern zeigten sie den kraftvollen „Tanz des Falken“, choreografiert zu dem weltbekannten Song „Spirit oft the Halk“. Die Kombination aus fließenden Bewegungen, stolzer Ausstrahlung und Eleganz begeisterte das Publikum.

Einen tief berührenden Kontrast setzte danach eine weitere Solistin. Mit einem ruhigen, von Melancholie getragenen Contemporary zog Helene Saal die Zuschauer in ihren Bann. Die erfahrene Tänzerin bewies erneut ihre Klasse. Ihre Darbietung war voller technischer Schwierigkeiten, die sie jedoch in vollkommen fließenden, harmonischen Bewegungen auflöste, bevor langanhaltender Applaus für ihre Leistung einsetzte.

Unmittelbar danach wurde es auf der Bühne magisch. In auffälligen, lila-schwarzen Kostümen, die im abgedunkelten Theatersaal faszinierend leuchteten, flogen die „Tanzsterne“ zu dem bekannten Kinderlied „Bibi Blocksberg“ über die Bühne. Mit leuchtenden Effekten, frechen Bewegungen und viel Energie rissen sie das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Wie stark das Teamgefühl der City Dancers ist, bewies die Teeniegruppe. Verletzungsbedingt mussten die Mädels kurzfristig einen Ausfall verkraften. Spontan auf sechs Tänzerinnen dezimiert, ließen sie sich jedoch die Aufregung nicht anmerken und eroberten die Bühne als mutige „Piratenbräute“. Zu den epischen, bekannten Klängen von „Fluch der Karibik“ zeigten sie eine abenteuerliche und charakterstarke Choreografie. Das Publikum honorierte diesen tollen Einsatz mit besonders lautem Beifall.

Von zuckersüß bis Spitze tanzten Tanzmäuse, Tanzsterne und Solistin Marta ein Sommermärchen.

Für ein mitreißendes Highlight sorgte dann die 23-jährige Solistin Jasmin Lindner. Tänzerisch verarbeitete sie die harte Realität in einem Männerberuf. Der ernste Alltag wich am Abend der puren Lebensfreude. Die Botschaft „Ich bin, wie ich bin“ sprang sofort auf das Publikum über, das die Darbietung mit großem Jubel feierte.

Genauso kreativ und unterhaltsam ging es mit der Jugendgruppe weiter. Sieben Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren präsentierten einen modernen Showtanz in eleganten schwarz-goldenen Kostümen. Zu den Klängen von „Rich girl“ stellten die jungen Damen eine Shoppingtour dar. Das tänzerische Einkaufsvergnügen gipfelte schließlich in einem mitreißenden Tempowechsel zum weltbekannten Abba- Hit „Dancing Queen“. Die Jugendlichen tanzten voller Energie über die Bühne und brachten das gesamte Publikum zum Mitklatschen.

Einen absolut anspruchsvollen Glanzpunkt setzte schließlich das Showteam der City Dancers. In einer tiefgründigen Performance beleuchteten die Tänzerinnen das Frauenbild und die gesellschaftliche Rolle der Frau in den vergangenen 50 Jahren. Die tänzerische Zeitreise begann mit der traditionell konservativen Frauenrolle, ausdrucksstark inszeniert zum Song „Dear future Husband“. Darauf folgte der Epochenwechsel in eine Ära, in der Geld und Luxus eine große Rolle spielten – perfekt untermalt von der weltberühmten Hymne „Diamonds are a Girls Best Friend“. Den Abschluss bildete der Sprung ins Hier und Jetzt: als moderne, selbstbewusste und starke junge Frauen rockte das Showteam zu den energiegeladenen Klängen von „Toxic“ die Bühne.

Der Höhepunkt des Sommerfestes stand jedoch ganz am Schluss: das große Finale vereinte noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne. Zu den ergreifenden Klängen von Michael Jacksons Welthit „Heal the World“ traten die Akteure – einheitlich und elegant in lila-weiß gekleidet – ins Scheinwerferlicht und sorgten für ein beeindruckendes optisches Gesamtbild. Zum folgenden Kult-Klassiker „99 Luftballons“ stürmten schließlich auch die jüngsten Nachwuchstalente der Tanzmäuse und Tanzsterne mit leuchtenden Luftballons die Bühne. Sie verwandelten das Finale in ein großes Lichtermeer, als sie die Ballons als bleibende Erinnerung ins Publikum warfen.

Mit lautstarkem Applaus und sichtlich bewegten Gesichtern verabschiedete das Publikum die Aktiven der Tanzschule Bad Rodacher City Dancers.