VR-Bank Coburg legt deutlich zu

Mitglieder dürfen sich über eine Dividende von 3,5 Prozent freuen

Die Vorstände der VR-Bank Coburg, Norbert Schug (links) und Matthias Herpich, freuen sich über „gute Ergebnisse in herausfordernden Zeiten“. Foto: Archiv

Mit einem deutlichen Wachstum im Kundengeschäft blickt die VR-Bank Coburg auf  ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Ein überplanmäßiger Zuwachs im Kreditgeschäft und bei den Kundeneinlagen sowie ein ausgesprochen gutes Wertpapier- und  Vorsorgegeschäft bescherten der Bank in einem anspruchsvollen Umfeld ein gutes  Jahresergebnis. „Das Kundengeschäft läuft sehr gut – zweifellos ein Beleg für unsere ausgeprägte Kundenorientierung und die hohe Beratungskompetenz unserer  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, brachten es die beiden Vorstände Norbert Schug  und Matthias Herpich bei der Vorlage ihres Geschäftsberichtes für das jahr 2025 auf den Punkt.

Alle wichtigen Geschäftsbereiche, insbesondere die Kredit- und Einlagengeschäfte sowie das Dienstleistungsgeschäft, haben einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet. So stieg die Bilanzsumme im Jahr 2025 um 92,5 Millionen Euro oder  5,5 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvolumen, welches neben den bilanzwirksamen Kundengeldern auch das Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft beinhaltet, stieg binnen Jahresfrist auf rund 3,251 Milliarden Euro.

Im Kreditgeschäft konnte die Genossenschaftsbank ihre eigenen Erwartungen übertreffen. Mit einem Zuwachs von 43,5 Millionen Euro oder 6,6 Prozent auf 704,6  Millionen Euro liegt die Bank klar über dem bayernweiten Wachstum der Volksbanken  und Raiffeisenbanken von 3,8 Prozent. Zugleich machte Norbert Schug deutlich, dass  das wirtschaftliche Umfeld auch 2025 anspruchsvoll geblieben ist: „In einem schwierigen konjunkturellen Marktumfeld zeigt sich, wie wichtig stabile, langfristige  Kundenbeziehungen und ein solides regionales Geschäftsmodell sind“, so Norbert  Schug.

Überdurchschnittliches Wachstum erzielte die Bank auch bei den Kundeneinlagen. Diese stiegen im Geschäftsjahr 2025 um 5,8 Prozent oder 79,7 Millionen Euro auf 1,46 Milliarden Euro. Die Nachfrage konzentrierte sich vor allem auf kurzfristige  Anlageformen wie Sicht- und Termineinlagen. Dabei wurden im Jahresverlauf  vermehrt Termineinlagen in die täglich fälligen Sichteinlagen umgeschichtet. Während die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern um 3,4 Prozent zulegten, fiel die Entwicklung der Bank spürbar stärker aus.

Der deutliche Einlagenzuwachs der Bank ist umso beachtlicher, da viele Kunden parallel umfangreiche Mittel in attraktive Wertpapier- und Vorsorgelösungen investieren. Zwischenzeitlich werden rund 725 Millionen Euro Wertpapierbestand für Kunden und Mitglieder verwaltet. Das zunehmende Interesse der Kunden, fürs Alter vorsorgen zu wollen, zeigt sich in der Steigerung der Vorsorgeprodukte. Fast 1.000 Vorsorgeverträge wurden im vergangenen Jahr neu begründet.

„Das Vertrauen unserer Kunden spiegelt sich sowohl im deutlichen Einlagenwachstum  als auch in der hohen Nachfrage nach Wertpapier- und Vorsorgelösungen wider.  Gerade in einem Marktumfeld, das zunehmend von Komplexität und Volatilität geprägt ist, gewinnt eine fundierte und bedarfsorientierte Beratung an Bedeutung“, erklärt  Norbert Schug.

Diese Einschätzung teilte auch Vorstandskollege Matthias Herpich: „Die Ergebnisse bestätigen unseren Anspruch, die genossenschaftlichen Werte – Nähe, Vertrauen und  Verlässlichkeit – auch in der Anlageberatung konsequent umzusetzen. Unser Ziel ist es,  für unsere Kunden nachhaltige und transparente Lösungen für den Vermögensaufbau und die Vermögenssicherung zu finden.“

Ertragsbasis breit und belastbar aufgestellt

Auf Basis der dynamischen Entwicklungen im Kundengeschäft im Jahr 2025 stellt sich auch die Ertragslage der VR-Bank Coburg solide dar. Trotz der im Jahresverlauf  erfolgten Leitzinssenkungen konnte die Genossenschaftsbank eine Steigerung des  Zinsüberschusses erwirtschaften. Das Zinsergebnis übertraf mit 30,1 Millionen Euro das Vorjahresergebnis um fast 12 Prozent. Das Provisionsergebnis wurde ebenfalls auf 12,8 Millionen Euro (+ 1,6 Prozent) gesteigert. Einen wesentlichen Beitrag leistete das  Wertpapiergeschäft mit einem Anteil von 4,76 Millionen Euro. Die Betriebsaufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 1,08 Millionen Euro auf 23,3 Millionen Euro  zum Vorjahr an. In der Summe stieg das Betriebsergebnis vor Bewertung auf 20,08 Millionen Euro. Dies entspricht 1,17 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme. „Dieses gute Jahresergebnis versetzt uns in die Lage, unsere Eigenkapitalbasis weiter  zu stärken und damit die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum im  Kreditgeschäft zu schaffen“, erklärt Matthias Herpich. Nach der Zustimmung der Vertreterversammlung zur Ergebnisverwendung wird das bilanzielle  Eigenkapital durch die geplante Zuführung aus dem Ergebnis 2025 insgesamt 204  Millionen Euro erreichen. „Zudem wird uns das gute Ergebnis ermöglichen, unseren Mitgliedern für das Jahr 2025 die Zahlung einer Dividende von 3,5 Prozent vorzuschlagen“, so Matthias Herpich weiter. Umgerechnet bedeutet das eine  Ausschüttung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro, die an unsere Mitglieder und damit in die Region zurückfließen.

Verbundenheit zur Region

Die regionale Verbundenheit unterstreicht die VR-Bank Coburg eG nicht nur durch das  persönliche Beratungsangebot in 15 Filialen, sie unterstützt auch mit knapp 400.000 Euro unterschiedliche Aktivitäten in der Region. „Ob Hilfe für die Vereine,  Förderung der heimischen Kultur oder mit einer Spende für karitative Zwecke – wir  freuen uns, einen Beitrag zum Wohle der Region leisten zu können, ganz nach unserer genossenschaftlichen DNA, Hilfe zur Selbsthilfe“, betont Norbert Schug.